Shengong Gesundheitszentrum

TCM

Philosophie

Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM

Daoismus und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sind eng miteinander verbunden.

Daoismus wird als „way of living“ (Lebensart) und nicht als Religion betrachtet. Die alten Daoisten glaubten an die Untrennbarkeit von Himmel (grosser Kosmos) und Mensch (kleiner Kosmos).

Durch das Beobachten des Kosmos, der Natur und des Menschen sind die Theorien von Yin und Yang, den fünf Elementen, dem System der Meridiane und den Mustern von Zang Fu (Organsystem) entwickelt worden. Viele Behandlungskonzepte in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) haben ihre Grundlagen in der daoistischen Lebensanschauung.

Während der einige tausend Jahre dauernden Suche nach langem Leben und Unsterblichkeit entwickelten alte daoistische Meister viele lebenserhaltende und heilende Methoden. Für die Daoisten ist der eigene Körper ein kostbares Geschenk und somit die Erhaltung der Gesundheit eine der wichtigsten Aufgaben für den Menschen.

Gesundheit und Erhaltung des Körpers durch das Pflegen des Jing (Essenz) und Qi (Energie) gibt eine gute Lebensgrundlage und mehr Zeit, in diesem Leben das Shen (Geist) zu kultivieren.

Das Studium der Akupunktur, der Kräutermedizin, der Diätetik, der Massagetechniken sowie dem Üben von Qi Gong und Meditation gibt dem Menschen die Möglichkeit, die Gesundheit zu erhalten.

Die Diagnostik in der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM bietet uns ein System, energetische Ungleichgewichte frühzeitig zu erkennen, bevor sich eine Krankheit im Körper manifestiert.

Element Yin Yang

Yin und Yang entsprechen dem ältesten Prinzip der chinesischen Philosophie. Sie sind schon über 2000 Jahre in der Literatur erwähnt worden. Das gesamte Leben ist nach diesen zwei gegensätzlichen, sich ergänzenden Prinzipien ausgerichtet: das Eine kann ohne das Andere nicht sein – es gibt keinen Tag ohne Nacht, keine Wärme ohne Kälte.

Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die gesamte Energie und alle Organe unterteilt in Yin und Yang.

Yin symbolisiert das Dunkle, Kühle, entspricht der Ruhe, der Besonnenheit, dem Festen, allem Strukturformen.

Yang das Warme, Helle. Entspricht der Bewegung, dem Geist oder auch Geistesblitz, dem kreativ Möglichen, allem Struktur Veränderndem.

Element

Feuer
Erde
Holz
Wasser
Metall

Yin

Herz
Milz
Leber
Niere
Lunge

Yang

Dünndarm
Magen
Gallenblase
Blase
Dickdarm

Die 5 Elemente

Die Theorie der fünf Elemente bildet eine zweite Grundlage der TCM und besagt, dass Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser die grundlegenden Elemente sind.

Die 5 Elemente bilden einen Kreislauf, in dem sie sich gegenseitig nähren und ineinander umwandeln:

Der Kreislauf

Holz nährt beim Verbrennen das Feuer, welches das Holz in Asche verwandelt.
Die Asche wird zu Humus und zu neuer Erde.
In der Erde entstehen Metalle, die den Morgentau (Wasser) anziehen,
der wiederum die Pflanze und damit das Holz nährt.

 

Der überwindende Zyklus

Das Holz überwindet die Erde, weil die Pflanzen die Erde durchbohren.
Die Erde überwindet das Wasser, weil sie das Wasser absorbiert.
Das Wasser überwindet das Feuer, weil es das Feuer löscht.
Das Feuer überwindet das Metall, weil Hitze das Metall zum Schmelzen bringt.
Das Metall überwindet das Holz, weil die Axt Bäume fällt.

 

 

Die 5 Wandlungsphasen

Yin und Yang eignen sich besonders dazu, polare Darstellungen zu benennen, der Schwerpunkt der „Fünf Wandlungsphasen“ dagegen auf die Qualifizierung von zeitlichen Abschnitten, wie auch über andere Polarisierungskriterien, die bei der begrifflichen Organisation der Umwelt eine nicht minder wichtige Rolle spielen, wie auch qualifizierte Differenziertheit und undifferenzierte Einheit.

Theoretisch lassen sich die 5 Wandlungsphasen zu 36 verschiedene Reihenfolgen oder Sequenzen kombinieren. In der Chinesischen Medizin haben jedoch nur 3 dieser Sequenzen eine Bedeutung erlangt:

 

  • Die Hervorbringungsreihenfolge
  • Die Bändigungsreihenfolge
  • Die Überwältigungsmethode

 

 

Wenn ein chinesischer Arzt eine Störung des energetischen Kräftespiels diagnostiziert, kann er aufgrund seiner Kenntnisse von den pathologischen Vorgängen entsprechend der Überwältigungsreihenfolge eine sehr genaue Prognose über den Krankheitsverlauf erstellen.

Qi (Lebenskraft)

Qi bezeichnet man als Wurzel oder auch als Atem menschlichen Lebens. Es begleitet alles was existiert und geschieht. Qi ist das, worum sich alles dreht. Es ist die vitale Kraft ohne die nichts funktioniert. Qi bewegt sich in unseren Leitbahnen, welche ein ganzes System an Kanälen bilden. Die Kanäle kennen wir unter dem Ausdruck „Meridiane“.

Im menschlichen Körper ermöglicht das Qi die Funktionen der einzelnen Organe. Dadurch hat der Mensch genügend Kraft und Ausdauer, er fühlt sich leistungsfähig und gesund.

Leiden wir unter Qi-Mangel, fühlen wir uns müde, kraftlos und ohne Energie. Ein Mangel an Qi kann auch zu Depressionen, Ängsten oder Verdauungsstörungen führen.

 

 

Meridian (Leitbahnsystem)

Unsere Körperoberfläche wird durch ein dichtes Netz von 20 untereinander verbundenen Leitbahnen (Meridianen) überzogen.

Sie gewährleisten die Kommunikation zwischen den Organen indem sie das Körperinnere mit seinen äusseren Parteien verbinden.

Bei einem gesunden Menschen fliesst das Qi im System der Meridiane ungestört.

Das System kann jedoch durch äussere und innere Einflüsse verändert, gestört oder gar blockiert werden. In der Chinesischen Medizin werden diese Blockaden oder Stauungen von Energieflüssen behandelt.

Jeder Krankheit liegt eine Störung im Meridiansystem zugrunde. Mit Akupunktur oder Tuina Massagen können bestimmte Punkte der Meridianbahnen punktuell gesteuert werden oder es kann auch ein ganzer Meridian behandelt werden um das Gleichgewicht der Energiebahnen in Balance zu bringen.

Behandlungsmethoden

Akupunktur

In der Vorstellung der TCM wird der menschliche Körper von einem Meridian-System durchzogen. Diese Leitbahnen befinden sich auf der Körperoberfläche und stehen in Verbindung mit den inneren Organen. Spezifische Punkte werden durch bestimmte Nadeltechniken stimuliert. Somit wird Einfluss auf die einzelnen Organe genommen. Der Qi-Fluss (Lebenskraft) kann somit angeregt oder gedämpft werden. Je nachdem, welche Beschwerden vorliegen.

Elektroakupunktur

Die Elektroakupunktur basiert auf den Erkenntnissen der Akupunktur, jedoch mit modernen Mitteln.
Durch das Aufsetzen von Elektroden auf Aukupunkturnadeln wird die Leitfähigkeit der Haut gemessen. Diese Werte informieren über den Gesundheitszustand in dem sich der Körper befindet.

Es kann bestimmt werden ob ein Energieüberschuss- oder Energiemangel vorhanden ist.
Das Ungleichgewicht wird mittels der Elektroakupunktur im Körper ausgeglichen.

Moxa

Durch die Moxibustion werden Akupunkturpunkte durch das Abbrennen von «Beifusskraut» erwärmt. Diese Methode hilft erfolgreich gegen Schwäche und Erschöpfung.

Schröpfen

Mit Schröpfgläsern werden die Meridiane stimuliert. Mit dem Vakuum das durch das Schröpfen entsteht, werden Blockaden der Lebenskraft (QI) gelöst. Der QI-Fluss kann somit angeregt oder gedämmt werden. Je nachdem, welche Beschwerden vorliegen.

 

Kräuterbehandlung

Die Chinesische Kräutertherapie gehört zu den ältesten Therapiemethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird insbesondere bei hartnäckigen und chronischen Prozessen begleitend zur Akupunktur eingesetzt.

 TuiNa Heilmassage

Durch die speziellen Massagetechniken wird der gesamte Organismus beeinflusst. Dadurch wird das gestörte Gleichgewicht zwischen YIN und YANG wieder hergestellt und Schmerzzustände gelindert..